Letzte Woche Freitag ging es mit Christian auf den Nachmittag direkt nach der Arbeit mit dem Flieger anderthalb Stunden Richtung Norden nach Proserpine, eine halbe Fahrstunde von Airlie Beach entfernt, dem Tor zu den Whitsundays, einer Inselgruppe bestehend aus 74 Inseln. Für die eine Nacht in Airlie Beach waren wir im YHA untergebracht, Samstagabend gegen halb acht legte unser Schiff, die "Solway Lass", aus dem Hafen in Airlie Beach ab. Mit uns waren noch 30 andere Passagiere fast ausschließlich aus verschiedensten europäischen Ländern auf dem Schiff. Dazu kamen noch sieben Crewmitglieder, alle mit unterschiedlichster Funktion auf dem Schiff. Das Schiff selbst ist knapp 40 Meter lang, so dass ausreichend Platz für alle Passagiere war, wurde 1902 in Holland erbaut, zwischendurch auch mehrmals restauriert, unter anderem wurde die Kabinen unter Deck mit Klimaanlagen ausgestattet. Seit gut zehn Jahren fährt es rund um die Whitsundays, für uns stand eine drei Tage und drei Nächte Segeltour auf dem Programm. Gesegelt wurde allerdings größtenteils nicht, da kaum ein Lüftchen wehte. Dementsprechend ruhig war die See, so dass auch niemand seekrank wurde. Sonntagmorgen stand schon das erste Highlight auf dem Programm: der Whitehaven Beach.
Der weißeste Strand auf der ganzen Welt, dessen Sand so kostbar ist, dass die Mitnahme strengstens verboten ist. Die NASA baut dort wohl den Sand zur Gewinnung von Silizium ab. Zum Schutz vor den lebensgefährlichen Quallen, die sich in den Sommermonaten in den australischen Küstengewässern aufhalten, war Baden nur mit dem so genannten Stinger Suit (sieht nicht anders aus als ein langer Neoprenanzug) möglich - Quallen konnte ich im Wasser allerdings nicht entdecken. Solch ein Anzug bietet aber natürlich auch gleichzeitig einen guten Schutz gegen die Sonne - schließlich gab es am Strand keine schattenspendenden Palmen und neben dem Meerwasser reflektiert der Sand aufgrund der Form seiner Körner den Großteil der Sonnenstrahlen. Dementsprechend problemlos konnte man barfuß am Strand laufen, ohne sich dabei die Füße zu verbrennen. Auf den Nachmittag fuhren wir ein Stückchen weiter in die Tongue Bay, von wo aus wir eine viertel Stunde durch den Busch zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf das Hill Inlet liefen. Zum Abend hin schipperte das Schiff weiter Richtung Norden zur Hook Island in eine Bucht, wo wir am nächsten Tag Schnorcheln sollten. Das Licht des Schiffes lockte dort ein paar kleinere Fische an, was wiederum ein paar kleinere (einen bis anderthalb Meter vielleicht) Haie anlockte. Es war auf jeden Fall recht spannend anzusehen, wie die Haie blitzartig nach ihrer Beute schnappten. Am nächsten Tag gab es beim Schnorcheln allerdings weder Haie noch Schildkröten, die man hin und wieder vom Schiff aus beobachten konnte, zu sehen. Immerhin tummelten sich viele bunte, bis zu einen Meter große Fische am Riff und die Korallen waren größtenteils noch lebendig, wenn auch sicherlich nicht so farbenfroh wie am Great Barrier Reef. Nach dem Mittag machten wir an der Black Island Halt, um dort ebenfalls die Unterwasserwelt zu erkunden, die ähnlich schön wie die an der ersten Bucht war. Auf den Abend begann es dann zu regnen, nachdem wir bis zu diesem Zeitpunkt bestes Wetter hatten. Nächsten Morgen, Dienstag, hielt sich zwar die Wolkendecke, allerdings hörte der Regen früher oder später auf. In der Bucht, in der wir in der Nacht ankerten, liefen wir kurz quer durch den Busch, um eine "Höhle" mit Zeichnungen von Aborigines anzusehen, was nicht wirklich berauschend war, und an einem Aussichtspunkt einen guten Blick auf unser Schiff zu haben. Das schlechtere Wetter hatte aber auch etwas Wind zur Folge, so dass schlussendlich ungefähr sieben der zwölf Segel rausgeholt wurden und nun tatsächlich gesegelt werden konnte. Auf den späten Nachmittag waren wir dann wieder im Hafen von Airlie Beach. Nach einer weiteren Nacht im YHA von Airlie Beach ging es am Mittwochabend wieder zurück nach Brisbane. Insgesamt war es wirklich ein paradiesisch schöner Trip, hervorheben muss man in diesem Zusammenhang natürlich die Landschaft, aber auch unser Segelschiff und das Essen, das uns auf dem Schiff tagtäglich serviert wurde.
Sonntag, 14. März 2010
Dienstag, 2. März 2010
Alltag
Die letzten Wochen vergingen recht unspektakulär. Selbst die Wochenenden habe ich in Brisbane verbracht, zumal es ein paar Orte in dieser Stadt gibt, die ich noch nicht kannte und noch weitere Orte, die ich immer noch nicht kenne. Museen sind in Brisbane fast ausschließlich kostenlos, den Besuch des Queensland Museums habe ich jedenfalls nicht bereut und das eine oder andere Museum wird sicherlich noch folgen. Mitte Februar wurde hier das chinesische Neujahr zelebriert, allerdings war das gebotene Programm in Brisbanes Chinatown nicht wirklich erwähnenswert. Scheinbar hatten wir auch einfach nur Pech, aber aus dem dreitägigen Programmplan war nun wirklich nicht erkenntlich, wann es sich lohnte dort mal vorbeizuschauen. Ansonsten war der Besuch der Driving Range auf dem Victoria Golfplatz eine durchaus spannende Erfahrung. 105 Bälle quer über die Wiese kloppen für läppische 16 Dollar (+Schlägerleihe) - das ist nicht nur vergleichsweise ziemlich günstig, sondern auch äußerst spaßig.
Am Sonntag vor anderthalb Wochen ging es in den Lone Pine Koala Sanctuary - ein Heim für 130 Koalas und jede Menge anderer australischer Tiere. Der Park bietet nicht die Vielzahl an Tieren wie der Australia Zoo, besitzt aber auch ein begehbares Känguru-Wallaby-Emu-Gehege und beherbergt wesentlich mehr Koalas - wie der Name schon verrät. Für 16 Dollar (neben dem Eintritt von 21 Dollar) konnte man sich mit einem Koala auf dem Arm ablichten lassen - wat mut, dat mut.
Der Rest der Zeit wurde mit montäglichen Beachvolleyball, den üblichen Barbesuchen, Party, Kino, Grillabenden oder auch mal Bowling gefüllt.
Noch ein paar Worte zum Praktikum: Nachdem ich bis Weihnachten an diesem Projekt gearbeitet habe, hatte ich für Januar keine konkrete Aufgabe und habe stattdessen das alte Projekt weiterdokumentiert sowie an einem Deliverable mitgeschrieben. Solche Geschreibsel müssen Researcher hin und wieder bei Partnern aus der Wirtschaft einreichen, damit diese die Forschungsprojekte finanziell unterstützen. Seit ein paar Wochen bin ich in einem neuen Projekt, das sich mit der Erfassung, Aggregation und Visualisierung von Live-Daten befasst. Es ist jedenfalls ein gutes Gefühl wieder eine konkrete Aufgabe zu haben, die nebenbei auch noch ziemlich interessant und lehrreich ist, da sie die Verwendung von einigen mir zuvor noch unbekannten SAP-Anwendungen erfordert.
Am Sonntag vor anderthalb Wochen ging es in den Lone Pine Koala Sanctuary - ein Heim für 130 Koalas und jede Menge anderer australischer Tiere. Der Park bietet nicht die Vielzahl an Tieren wie der Australia Zoo, besitzt aber auch ein begehbares Känguru-Wallaby-Emu-Gehege und beherbergt wesentlich mehr Koalas - wie der Name schon verrät. Für 16 Dollar (neben dem Eintritt von 21 Dollar) konnte man sich mit einem Koala auf dem Arm ablichten lassen - wat mut, dat mut.
Der Rest der Zeit wurde mit montäglichen Beachvolleyball, den üblichen Barbesuchen, Party, Kino, Grillabenden oder auch mal Bowling gefüllt.
Noch ein paar Worte zum Praktikum: Nachdem ich bis Weihnachten an diesem Projekt gearbeitet habe, hatte ich für Januar keine konkrete Aufgabe und habe stattdessen das alte Projekt weiterdokumentiert sowie an einem Deliverable mitgeschrieben. Solche Geschreibsel müssen Researcher hin und wieder bei Partnern aus der Wirtschaft einreichen, damit diese die Forschungsprojekte finanziell unterstützen. Seit ein paar Wochen bin ich in einem neuen Projekt, das sich mit der Erfassung, Aggregation und Visualisierung von Live-Daten befasst. Es ist jedenfalls ein gutes Gefühl wieder eine konkrete Aufgabe zu haben, die nebenbei auch noch ziemlich interessant und lehrreich ist, da sie die Verwendung von einigen mir zuvor noch unbekannten SAP-Anwendungen erfordert.
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